Offene Jugendarbeit

Jugendarbeit. Was ist dazu noch zu sagen.

Am 12. November 2016 fand in Nürnberg in HDH das Seminar "das politische System Deutschlands" statt. Die eingeladenen Experten Karl Freller, MdL und Johannes Eichselsdörfer berichteten über das Thema Wahlen, Grundgesetz, Demokratie etc. Das Seminar war sehr erfolgreich und erweckte großes Interesse bei den Jugendlichen an der Politik. Wir als Vorstandsmitglieder werden mit besonderer Freude und Energie weiter die solche Veranstaltungen organisieren und durchführen. Der Anfang ist schon gemacht!

Jugend-LmDR-BY

 

Zum fünften Mal in Folge hat die „Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“ (LmDR) am Samstag ihr Jugend-Musik-Festival veranstaltet. Unter dem Motto „Kultur-Brücke“ präsentierten zahlreiche Jungmusiker ihr Können auf dem Klavier, der Geige, der Gitarre oder dem Schlagzeug. Die Gäste kamen aber auch in den Genuss von Gesangsdarbietungen: Die 16-jährige Frieda Durnov präsentierte zeitgenössische Popmusik unter anderem von Christina Stürmer.

 

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Walter Gauks

Bekanntlich haben Vertreter unseres Vorstandes der LmDR am Petersburger Dialog (PD) im Juli 2016 teilgenommen. Für mich persönlich bedeutet der PD sehr viel, weil diese Diskussionsplattform schon eine lange Geschichte hinter sich hat und daran wirklich nur wichtige Persönlichkeiten von beiden Ländern zusammentreffen, um in einem offenen Dialog Probleme sowohl lokaler, als auch globaler Art zu besprechen. Ich fand, dass sowohl die Landsmannschaft, als auch der Jugendverband der LmDR bei so einem Dialog nicht fehlen darf und habe mich deswegen in Berlin mit viel Nachdruck bei verschiedenen Instanzen dafür eingesetzt, dass wir durch die Jugendorganisation - gemeinsam mit Waldemar Eisenbraun und Lena Arent - versuchen, die Landsmannschaft in diesen Dialog mitreinzubringen. Und das ist uns in diesem Jahr tatsächlich geglückt. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass wir zu dritt – Waldemar Eisenbraun, Ernst Strohmaier und ich – die Landsmannschaft bei diesem wichtigen Forum zum ersten Mal vertreten konnten. Mit mehr als 300 Teilnehmer war dieser Dialog der größte Dialog aus all den Jahren. Es hat viele Arbeitsgruppen gegeben. Ich habe an der Gruppe „Zukunftswerkstatt“ teilgenommen, bei der viele kreative Köpfe sowohl aus Russland, als auch aus Deutschland mit dabei waren. Viele Freundschaften wurden geknüpft, viele Gespräche wurden geführt. Uns ist es gelungen, auf dem PD auf diese Thematik – Russlanddeutsche – die Menschen aufmerksam zu machen. Denn die Geschichte der Russlanddeutschen darf keinesfalls vergessen werden. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich zum Beispiel den Direktor des staatlichen Archivs der sozialpolitischen Repressionen kennengelernt habe, der mir sagte, dass die Archive den Russlanddeutschen gerne allen Forschern zur Verfügung stünden. Ich habe auch Herrn Pofalla, ehemaliger deutscher Bundesminister, der Vorsitzender des PD von der deutschen Seite, als einen sehr offenen und ehrlichen Politiker kennengelernt, der Interessen Deutschlands ständig verteidigt. Ich habe ihn mir als Vorbild genommen, denn ich sehe es als auch meine Aufgabe – die Verteidigung der Interessen Deutschlands und der Russlanddeutschen.

Für mich persönlich habe ich aus dem PD mitgenommen, dass wir als Landsmannschaft international noch viel mehr machen können. Es hat sich nochmal bestätigt, dass die LmDR die größte Organisation der Russlanddeutschen weltweit ist und dass unsere Jugendorganisation in diesem Bereich eine ganz wichtige Rolle spielt. Wir wurden als Partner wahrgenommen, man hat mit uns über die Zukunft diskutiert und man hat uns vorgeschlagen, an weiteren Formaten und Arbeitsgruppen teilzunehmen. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe „Zukunftswerkstatt“ findet in Oktober in Berlin statt. Man hat uns zudem zu einem großen Jugend-Dialog in Dresden eingeladen, bei dem verschiedenste Großformate stattfinden werden und wir als Jugendorganisation vertreten sein werden. Das freut mich sehr und das zeugt zusätzlich von der Professionalität unserer Jugendorganisation.

 

Zu aktuellen Projekten:

Es freut mich ganz besonders, dass wir jetzt ein neues Projekt „Zugewanderte Stärken“ bekommen haben. In großem und ganzem zielen die Jugendprojekte auf Richtung Professionalisierung und Zusammenarbeit mit weiteren Trägern. Wir sind aktuell in der Beantragung der neuen Projekte, das ist nämlich immer vor September und Oktober der Fall. Wir formulieren die Anträge und geben sie gemeinsam mit unserer Geschäftsstelle ab.

In meiner Arbeit als Bundesvorsitzender ist es wichtig für mich, dass ich die Jugendorganisation als eine zukunftsfähige, nachhaltige Organisation präsentiere und dass die Jugend-LmDR ein verlässlicher Partner ist.

Mit der Zeit müssen wie aber natürlich schauen, wie die Finanzierung des Verbandes funktioniert. Deswegen ist es ganz erfreulich, dass die Jugendorganisation in Baden-Württemberg sich sehr gut entwickelt und dass wir in Nordrhein-Westfalen gute Gespräche zu der Gründung der Landesgruppe führen. Unsere Jugendliche haben das Interesse nicht nur für sich, sondern auch für die Gesellschaft was zu tun. Deshalb möchten wir in Zukunft Herausforderungen meistern, die vor der Gesellschaft stehen, dürfen aber dabei keinesfalls konkrete Interessen der Russlanddeutschen vergessen.

Mit den Neuwahlen des Bundesvorstandes der Jugend-LmDR im Jahr 2015 haben wir eine gute Mannschaft bekommen. Wir arbeiten seither viel mehr als ein Team zusammen und können viel mehr anpacken und viel schneller reagieren können als früher. Das hat sich gleich in Januar-Februar bewiesen, als wir bei dem „Fall Lisa“ schnell reagiert und klare Stellungen zur in der Gesellschaft entstandenen Situation genommen haben. Wir haben Zivilcourage gezeigt, das erwartet man von uns als von der aktiven Jugend. Deswegen möchte ich meinen persönlichen Dank dem gesamten Bundesvorstand der Jugend aussprechen.

 

Im Werden ist derzeit der Ausbau der Strukturen sowohl vor Ort, als auch im ganzen Bundesgebiet, und das ist ein schwieriger, langer Prozess. Die nächsten zwei-drei Jahren brauchen wir dafür, um feste, konkrete Strukturen in allen Bundesländern zu schaffen. Wir müssen natürlich danach streben, dass man die Aktivitäten anfängt, die tatsächlich stattfinden. Deswegen können wir nur dann die Strukturen bilden, wenn die Kapazitäten und die Menschen, die bereit sind, sich aktiv einzubringen, tatsächlich vorhanden sind.  

Teilnehmer des Jugend- und Bildungsforums

Der Deutsch-Russische Wirtschaftstag ist zu einem bedeutenden Berliner Wirtschaftsforum für deutsche und russische Unternehmen geworden. Bei der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion des Deutsch-Russischen Wirtschaftstages wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Gespräche auch in schwierigen Zeiten fortzuführen und die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder weiter zu entwickeln. 

Hierzu sagte Andreas Jopt, Projektmanager der MARWIKO AG: „Ich glaube, die Wirtschaft ist sehr bemüht, die Kontakte in diesen schwierigen Zeiten mindestens mal nicht abzureißen oder abzuweisen, sondern im Gegenteil: diese in irgendeiner Form fortzusetzen." Auch Prof. Dr. Andrej Zverev, Repräsentant des russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer in Deutschland, stellte die schwierigen Wirtschaftsbeziehungen beider Länder dar: Unsere wirtschaftliche deutsch-russische Beziehungen kann man als eine Art Degradation bezeichnen. Ab dem Jahr 2013 reduziert sich der Warenumsatz zwischen unseren Ländern um 25-30 % jährlich.“ Am folgenden Tag hatten russischen Gäste der Wirtschaftstags ein Gespräch im Bundestag mit Heinrich Zertik, MdB, Mitglied im Innenausschuss, und Bernhard Kaster, MdB und Vorsitzender der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe. Anschließend fand ein Rundgang durch das Reichstagsgebäude in Begleitung von Heinrich Zertik statt.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion des Deutsch-Russischen Wirtschaftstages fand das 3. Deutsch-Russische Jugend- und Bildungsforum statt. Das Forum wurde von der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. organisiert. Diese Veranstaltung hatte das Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Deutschland und Russland eine Plattform zu bieten, um Zukunftsperspektiven und Partizipationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dazu referierten vier Berliner Experten zu den Themen „Brückenfunktion der Deutschen aus Russland“, Dr. Andreas H. Apelt - Deutsche Gesellschaft e.V.; „Lebenslanges Lernen“, Thomas Zimmermann - Plan B gGmbH, „Ausbildung oder Studium?“, Michael Martens - Berliner Sparkasse und „Wie profitiert ein modernes Unternehmen von zwei- oder mehrsprachigen Mitarbeitern?“, Dr. Victoria Viererbe - Retorika GmbH.

In den Vorträgen wurden somit die aktuellen und themenbezogenen Probleme, aber auch mögliche Lösungsansätze dargestellt und mit den Teilnehmern lebhaft diskutiert. So äußerte sich Dr. Andreas H. Apelt, Deutsche Gesellschaft e.V., zu der angespannten Lage zwischen Deutschland und Russland: „Ich bin der Überzeugung, dass wenn es Schwierigkeiten gibt und die politischen Spitzen nicht miteinander reden, umso mehr ist es wichtiger, dass die Zivilgesellschaft diesen Dialog führt.“. Hier sind besonders die gut ausgebildeten Deutschen aus Russland als „Brückenbauer“ zwischen beiden Ländern ein wichtiger Faktor.

Thomas Zimmermann, Plan B gGmbH, stellte die Herausforderungen des Lebenslangen Lernens dar: „In Deutschland wurde ein europäischer bzw. deutscher Qualifikationsrahmen entworfen, der aus acht Stufen besteht. Die letzten vier Stufen sind: Abitur, Bachelor, Master und Doktoriat. Die Industrie richtet sich nach diesem Qualifikationsrahmen, d.h. dass der Anspruch des Lernens immer höher wird. Noch nie wurde so viel informell gelernt, wie heutzutage.“

Im Anschluss lieferte Michael Martens den Teilnehmern einen interessanten Einblick in die Ausbildungsstrukturen der Berliner Sparkasse. Er erörterte in seinem Vortrag die Problematik der zunehmenden Akademisierung: „Immer mehr Abiturienten wollen ein Studium absolvieren. Derzeit entscheiden sich 51 % aller Abiturienten für die Hochschule. Das Studium ist jetzt wirklich populär geworden, so dass es einfach dazu gehört, nach dem Abitur zu studieren. Es gibt sogar einen Begriff dazu: „Akademisierungswahn“. Es herrscht in der Gesellschaft eine solche Meinung: alle müssen studieren.“ Herr Martens erklärte den Teilnehmern auch die Vorteile einer Ausbildung: „Warum lernt man in Deutschland? Natürlich ist alles darauf gezielt, einen Job nach dem Lernen zu bekommen. Leider finden die Leute nach dem abgeschlossenen Studium nicht sofort einen Job. Die meisten Absolventen sind zwischen 25 und 30 Jahre alt und haben kaum praktische Erfahrungen, die sie sofort im Job anwenden könnten. Die Hochschulabsolventen haben große Schwierigkeiten, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden.“

Das 3. Deutsch-Russische Jugend- und Bildungsforum verlief in einer lockeren und entspannten Atmosphäre, die Teilnehmer waren sehr interessiert und bereicherten das Forum durch eigene Beiträge, Fragen und Anregungen. So fasst Walter Gauks, Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, die Veranstaltung zusammen: „In diesem Jahr haben wir zum dritten Mal das Jugend- und Bildungsforum durchgeführt. Als Bundesvorstand der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland sind wir sehr zufrieden, dass dieses 3. Jugend- und Bildungsforum in einem gemeinsamen Format mit dem Wirtschaftsforum durchgeführt wurde. So konnten die Jugendlichen zahlreiche Unternehmer kennenlernen, worüber sich die Unternehmer sehr freuten. Schon jetzt planen wir weitere Gespräche für das nächste Jahr.“

Herzlichen Dank äußern wir unseren Partnern sowie den Jugendlichen, die daran teilgenommen haben. In Zukunft werden wir die Vermarktung per Facebook erhöhen. In der Gestaltung sind auch unsere neuen Webseiten für das Festival „Wir-gemeinsam“, sowie für das „Jugend- und Bildungsforum“ und weitere Projekte der Jugendorganisation. Es bleibt also spannend.“

Wir bedanken uns bei allen Gästen und Teilnehmern des Jugendforums und freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr bei uns willkommen zu heißen! 

Redaktion der Jugend-LmdR 

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