Offene Jugendarbeit

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Ortsgruppe Schweinfurt (Bayern): Zehn Jahre bunte Entwicklung der „Jugendgruppe Indigo“

Die Schweinfurter Jugendgruppe „Indigo“ feierte ihr 10-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm mit Vorträgen über vergangene und aktuelle Projekte sowie Vorführungen von Klavierschülern und der Tanzgruppe „Regenbogen“.

Aus diesem Anlass wurden am 5. Mai die Unterstützer, Freunde und ehemaligen Mitglieder der Jugendgruppe ins Schweinfurter Jugendhaus „Fränz“ ein geladen.

Der Andrang war überraschend groß, sodass kurzerhand das Stuhllager leergeräumt wurde. Unter den Gästen waren der Vorsitzende der Landesgruppe Bayern der LmDR, Ewald Oster, und seine Ehefrau Barbara, die Vorsitzende der Jugend-LmDR Bayern, Nelli Geger, Stadträtin Luba Hurlebaus und der Leiter des Projektes „Gerne daheim in Schweinfurt“, Matthias Kress. Den Beginn machte ein Hoverboard- Duo, das zur Begleitung der Klaviermusik von Tatjana Schmidt die übergroßen Ziffern „1“ und „0“ schwungvoll in den Saal „schweben“ ließ.

Die Moderatorin Nasrin Ehsanifard, selbst ehemaliges „Indigo“-Mitglied, eröffnete die Jubiläumsfeier und übergab das Wort der Gründerin und Gruppenkoordinatorin Margarita Afanasjew. Bei „Indigo“ gibt es kein einheitliches Programm, jeder soll mit seinem Können und seinen Fähigkeiten die anderen Gruppenmitglieder bereichern. Für Margarita Afanasjew spielt die Entfaltung und Förderung der persönlichen Talente und Interessen von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Rolle. Dies spiegelt sich in der Entwicklung von Mitgliedern der ersten Generation der Gruppe wider, denn einige von ihnen sind auch weiterhin ehrenamtlich in ihrem Interessensgebiet aktiv oder haben ihre Talente sogar zum Beruf gemacht.

Denis Kort, der von der Gründung der Jugendgruppe am 7. Februar 2008 bis 2011 die Leitung innehatte, schwelgte in Erinnerungen an die Anfänge in den Räumen des Ausländerbeirates und die zahlreichen Projekte, die er initiierte. Allen voran die Kurzfilme, die er selbst konzipierte und umsetzte. Mit seiner unverkennbaren Begabung arbeitet Denis Kort auch heute mit Leidenschaft bei einem Fernsehsender und kreiert erfolgreiche Werbevideos. Über den Jugendaustausch mit der Gruppe „Unit“ aus Barnaul in Russland berichtete Johann Suchow. Die „Indigo“-Mitglieder aus Schweinfurt nahmen an zahlreichen Workshops teil und besuchten die deutsch-russischen Dörfer Halbstadt und Podsosnowo. Außerdem pflanzten sie dort nicht nur gemeinsam eine Freundschaftsallee, sondern schlossen auch Freundschaften, die bis heute andauern.

Durch sein geschichtliches und politisches Interesse stieß Peter Aifeld, heute stellv. Vorsitzender der Jugend- LmDR, zur Jugendgruppe und untersucht seither die Geschichte der Russlanddeutschen. Ein weiteres Projekt stellte Nasrin Ehsanifard, Mitglied der ersten Stunde, vor. Für die Planung und Durchführung von Veranstaltungen greift die Gruppe auch heute noch auf ihre Unterstützung zurück. Mit dem Wettbewerb „Schweinfurt sucht das Supertalent“, der zweimal im Rahmen des Stadtfestes durchgeführt wurde, erregte die Jugendgruppe große Aufmerksamkeit in der Stadt.

Gemeinsam mit Jana Fritsler, die ebenfalls von Anfang an dabei war, konnten die Mädchen damals außerdem ihre Tanzleidenschaft ausleben. „Indigo“ übernahm die Saalmiete, warb um Mitglieder und organisierte Auftritte; so wurde im Handumdrehen die Tanzgruppe „InMotion“ ins Leben gerufen.

Nachdem über Geleistetes aus den vergangenen zehn Jahren berichtet worden war, erzählte Eugenia Schmidt, die jetzige Leiterin der Jugendgruppe, über aktuelle Themen. Von Auftritten in Seniorenheimen bis hin zur Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ist „Indigo“ stets zu sehen. Im Hinblick auf die Zukunft erfuhren die Gäste, wie umfangreich die Pläne der Gruppe sind. Neben einer Freundschaftsbank, die im Namen von „Indigo“ in der Stadt aufgestellt werden soll, sowie einer CD mit Instrumentalmusik und Gesang von Mitgliedern der Jugendgruppe steht die erste Teilnahme an einem Wettbewerb für die Tanzgruppe „Regenbogen“ auf dem Plan.

Doch die endgültige Entscheidung trifft natürlich deren Leiterin Galina Witmer. Die Gewinnung neuer Mitglieder sieht „Indigo“ als Herausforderung, die gerne angenommen wird. In der Vergangenheit zählten die LmDR, die Sparkasse Schweinfurt, die Friedlandhilfe, der Rotary Club, das Haus des Deutschen Ostens München, der Integrationsbeirat sowie das Projekt „Gerne daheim in Schweinfurt“ zu den regelmäßigen Unterstützern. Nun hofft die Gruppe, dass auch weiterhin für die Realisation von Projekten Partner und Sponsoren gefunden werden. Zum Abschluss der Jubiläumsfeier wurden die Aktiven und ehemaligen Mitglieder mit Rosen und Urkunden geehrt und von der LmDR hergestellte „Indigo“-Anstecker an alle Gäste verteilt.

Bei Kaffee und Kuchen fand die wirklich angenehme Veranstaltung ihr Ende. Die Besucher waren anschließend dazu eingeladen, sich die Kunstausstellung von Eugen Neufeld, der mit zwei Klavierstücken das Programm bereichert hatte, anzusehen.

Der Vorstand der Jugendgruppe „Indigo“


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