Mitten in der Gesellschaft

Mitten in der Gesellschaft angekommen.

Politik ist nur was für Politiker

oder politisch Aktive...

oder Erwachsene...

... aber vielleicht auch etwas für junge Leute?

Mich überrascht es immer wieder, welches Bild manche Menschen, insbesondere junge Menschen, von der Politik haben. Politik – was ist das eigentlich? Sind das nicht ältere Herren in dunklen Anzügen, die ganz weit weg in Berlin Politik machen? Und das was sie machen, geht uns eh nichts an. Und darauf Einfluss nehmen können wir eh nicht. Wozu sich also für Politik interessieren? Doch steckt da auch nicht viel mehr dahinter und haben wir vielleicht doch mehr Macht, als uns bewusst ist?

Gleichzeitig überrascht es mich auch, wie offen unsere Jugendliche für Politik sind, wenn man beginnt, sich mit ihnen darüber zu unterhalten. Ich spüre das jetzt, im Vorfeld der Bundestagswahlen, besonders deutlich. Man glaubt es nicht, aber die Jugend interessiert sich sehr wohl für Politik: Man muss ihr nur zuhören und auf sie eingehen können. Junge Menschen sehen und empfinden Politik anders als wir, Erwachsene. Deshalb müssen wir den richtigen Zugang zu ihnen finden. Nicht mit trockenen Fachbegriffen um uns werfen, sondern ihnen Politik in ihrer Sprache verständlich und nachvollziehbar erklären. 

Während dem Wahlkampf werden Jugendliche, meiner Meinung nach, nicht genug berücksichtigt. Einerseits verständlich, gibt es doch so viele andere Themen und Bereiche, um die man sich kümmern muss... ABER – die Jugendlichen von heute, sind die Wähler von morgen. Wir müssen jetzt Vorsorgearbeit leisten und nicht, wenn die nächste (oder übernächste) Wahl wieder kurz bevorsteht. Erst dann fangen alle an zu rennen und sich die Haare zu raufen, weil nicht genug junge Menschen sich für Politik interessieren und überhaupt nicht wählen gehen. Oder noch schlimmer, sich von fragwürdigen Parteien angezogen fühlen, weil diese "voll das geile Plakat auf Facebook gepostet haben". Deswegen JETZT handeln - nicht erst kurz vor knapp.

Warum interessieren sich Jugendliche und junge (Erst-) Wähler nicht für Politik? Warum gehen sie nicht wählen? Weil ihnen die politische Aufklärung fehlt. Weil sie noch nie (außer das Bisschen in der Schule) mit Politik in Berührung gekommen sind.

Jetzt geht bestimmt wieder ein Aufschrei durch die Menge und man kommt mit Argumenten wie "Aber wir organisieren so viele Seminare  Veranstaltungen  Informationstage, etc. Sie sollen doch hingehen und sich informieren!". Und wieder erwartet man zu viel.

Nein, wir müssen auf Jugendliche zugehen und nicht umgekehrt. Wir müssen es schaffen, diesen ersten Funken zu zünden - und dann, Sie werden es nicht glauben, wird/kann es zum Selbstläufer werden. Entscheidend ist dieser erste Kontakt mit Politik. Egal, in welcher Form er passiert: Der Besuch einer politischen Veranstaltung oder ein einfaches Gespräch... Bereits mit kleinen Mitteln kann man schon große Wunder bewirken.

Wir, die Vertreter der Jugend-LmDR-Baden-Württemberg sehen es ebenfalls als unsere Aufgabe, dieses Aufklärungs- und Vorsorgearbeit zu leisten. Wir sind dabei Strategien und Methoden zu entwerfen, Aktionen und Veranstaltungen zu planen, um junge Menschen über Politik zu informieren, diesen ersten – vielleicht entscheidenden Kontakt herzustellen. Darüber hinaus suchen wir das Gespräch und möchten wissen: Warum interessieren sich junge Menschen nicht für Politik und was könnte die Politik interessanter machen? Wir können wir sie dafür gewinnen und sie dazu motivieren, wählen zu gehen? Denn erst, wenn wir die Jugendlichen verstehen, können wir gezielt auf die Probleme eingehen und Lücken füllen. 

Katharina Martin-Virolainen


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