Mitten in der Gesellschaft

Mitten in der Gesellschaft angekommen.

Im Gespräch mit der Fraktion „Freie Wähler“

Junge „Freie Wähler“ und die Jugend-LmDR Bayern trafen sich am 4. März 2017 in München mit der Landtagsfraktion der Freien Wähler.

Das Treffen sollte dem Kennenlernen der Jungen Freien Wähler und der jungen Russlanddeutschen dienen. Es wurden die Hürden besprochen, welche die Russlanddeutschen zu meistern haben, wenn Sie nach Deutschland kommen. Anwesend waren: Dr. Jürgen Fahn MDL; Matthias Penkala, Vorsitzender der Jungen Freier Wähler in Bayern; Michael Schultheis, Vorsitzender der Bundesvereinigung JFW; Nelli Geger, Vorsitzende der Jugend-LmDR Bayern; Christopher Würz, Erika Ankenbrand sowie einige Mitglieder der Jugend-LmDR Bayern.

H.J. Fahn eröffnete das Treffen, und zählte verschiedene Aktivitäten der FW zusammen mit den Russlanddeutschen auf: Darunter sind z.B. Gespräch mit der Jugend der Russlanddeutschen am 6.10.16 in Schweinfurt, Teilnahme von Nelli Geger am parlamentarischen Abend der FW zum Thema „Scheißegal - Nullbock auf Politik im Landtag“, gemeinsame Fahrt in den Bayerischen Landtag am 22. Oktober 2017 u. a. 

Anschließend hat Nelli Geger viel über ihre Arbeit mit den jungen Migranten bei der Otto-Benecke-Stiftung in Nürnberg berichtet. Die meisten jungen Migranten hätten, so Vorsitzende der Jugend-LmDR Bayern, ein großes Interesse daran, die deutsche Kultur sowie das politische Wesen zu verstehen. Vielen jungen Migranten fehle aber eine klare Übersicht, welche politische Partei für welche Grundsätze einsteht, zudem mangele es am politischen Verständnis, wie die Politik in Deutschland aufgebaut ist und wie die Wahlen funktionieren, da sie oft aus ihren Herkunftsländern es nicht kennen, wie echte Demokratie in einem Staat funktioniert. Hier würde sich Frau Geger mehr Schulungsmaßnamen für die Migranten wünschen. Ziel: eine verbesserte Medienkompetenz.

Ein weiteres großes Problem bestehe bei gut qualifizierten Migranten mit Hochschulbildung, da ihre Diplome und Studienabschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden. Dies zeige sich insbesondere bei den Studienabschlüssen aus dem Medizin- und Ingenieurbereich. Allerdings werden die Studienabschlüsse dieser Richtungen aus den Ländern wie Syrien und der Ukraine ohne weitere Schwierigkeiten anerkannt. Auch bei Lehrern werden die Diplome nicht anerkannt. Bzw. oft wird ein Diplom nur als Ausbildung anerkannt.

Eine weitere große Hürde bei der Anerkennung der Diplome liege in der langen Bearbeitungszeit der Unterlagen, von bis zu 3 Jahren. Dies habe zur Folge, dass sehr gut ausgebildete junge Menschen eine lange Zeit nicht in ihrem studierten Fachbereich arbeiten können, somit weniger Berufserfahrung sammeln können und später schwieriger auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Dies nennt Nelli Geger einen triftigen Grund, warum viele junge Russlanddeutsche angeben, bei der Wahl-2017 die AfD zu wählen. Denn die AfD spricht diese Problematik an und verspricht diese Hürden zu senken.

Als konkreten Wunsch nannte Nelli Geger eine Erleichterung als auch die Vereinfachung der Anerkennung von Studiendiplomen aus allen Ostländern, sowie eine bessere politische Aufklärung der Migranten.

Nelli Geger hat zudem vorgeschlagen, einige Praxisbeispiele über das Thema der Diplomanerkennung dem Herrn MdL Dr. Fahn schriftlich zukommen zu lassen.

Erika Ankenbrand

 

Hans Jürgen Fahn


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