Pflege und Förderung der Kultur

Was ist ein Mensch ohne Kultur.

Russlanddeutsche Kulturtage Baden-Württemberg 

Vom 12. bis 19. November organisierte die Jugend-LmDR Baden-Württemberg die Russlanddeutschen Kulturtage. Ziel der Veranstaltungsreihe war die Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland einem breiten Publikum zu präsentieren. Zahlreiche Kulturschaffende mit russlanddeutschem Hintergrund haben sich an der Gestaltung des Programms beteiligt. Die ehrenamtlichen Helfer der Jugend-LmDR Baden-Württemberg übernahmen, unter der Leitung der Landesvorsitzenden der Jugend, Katharina Martin-Virolainen, die Organisation und die Durchführung der Veranstaltungen. 

Die Russlanddeutschen Kulturtage hatten ihren Auftakt in Stuttgart, mit einer zweitätigen Multiplikatorenschulung zum Thema „Vorteile statt Vorurteile: Stärken erkennen, Talente fördern“. An der Tagung nahmen junge Menschen nicht nur aus Baden-Württemberg, sondern auch aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Berlin teil. Neben Vorträgen und Workshops stand auf dem Programm auch eine Vorführung des Films „POKA – Heißt Tschüss auf Russisch“. Anschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mit der Regisseurin Anna Hoffmann und dem Autor Oliver Haller ins Gespräch zu kommen. Am Abend gestaltete die Sängerin Helena Goldt gemeinsam mit ihrem Gitarristen Konstantine Margaritis das kulturelle Programm. Nach einem intensiven und eindrucksvollen ersten Tagungstag, wurden am Sonntag die Ergebnisse zusammengetragen und in Gruppen Methoden ausgearbeitet, wie man Vorurteile und Diskriminierung in der ehrenamtlichen Arbeit vorbeugen und beseitigen kann. Gefördert wurde die Multiplikatorenschulung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus den Mitteln des Bundes, wofür wir an dieser Stelle herzlich danken.

Am 13. November fand im Haus der Heimat in Heilbronn-Sontheim ein Kinderkulturtag statt, mit einer Kinderkunstausstellung, sowie musikalischen und tänzerischen Beiträgen. Durchgeführt wurde diese Veranstaltung in Kooperation mit der Ortsgruppe Heilbronn, dem Bildungsverein „Sputnik“ und der Deutsch-Russisch-Ukrainischen Gesellschaft Eppingen e.V.

Musiklehrerin Natalia Fritzsch bereitete mit ihren Schülern mehrere musikalische Beiträge auf der Gitarre vor. Die Tanzgruppe „Maiglöckchen“ der Deutsch-Russisch-Ukrainischen Gesellschaft Eppingen e.V. begeisterten die Gäste mit ihrer flotten tänzerischen Darbietung. Kunstlehrerin Marzena Knopik des Vereins „Sputnik“ präsentierte mit ihren Kindern aus dem Malkurs eine bunte und vielseitige Ausstellung. Ein besonderer Dank gilt Anette Stroh und Lilia Netzel von der Ortsgruppe Heilbronn für ihre großartige Unterstützung!  

Es folgte ein literarisch-musikalischer Abend in der Kunstgalerie Melnikow in Heidelberg. Gestaltet wurde das Programm von Katharina Martin-Virolainen, sowie Helena Goldt mit ihrem Gitarristen Konstantine Margaritis. Raimund Haser, CDU-Landtagsabgeordneter und Ansprechpartner für Angelegenheiten der Vertriebenen und Deutschen aus Russland, sprach an diesem Abend das Grußwort. Erika Neubauer, die Vorsitzende der OG Heidelberg sprach der Jugend LmDR ihren Dank für das Engagement auf dem Gebiet der Kultur aus.

Neben Literatur und Musik, gab es im Wochenprogramm auch geschichtliche Vorträge, wie z.B. von Dr. Viktor Krieger, der am 17. November an der Hochschule Heilbronn zu folgendem Thema referierte: „Russlanddeutsche Minderheit im Spannungsfeld der deutsch-russischen bzw. sowjetischen Beziehungen: Erfahrungen aus 250 Jahren gemeinsamer Geschichte.“

Am 18. November gastierten die Russlanddeutschen Kulturtage beim Eppinger Figurentheater. Katharina Martin-Virolainen gestaltete den literarischen Teil des Programms, unter musikalischer Begleitung am Klavier von Alexander Schindler. Im Anschluss begeisterte Helena Goldt mit ihren „Sputniki“ – Konstantine Margaritis, Daniel Markovski und Bernd Gesell, das Eppinger Publikum. 

Die Krönung der Russlanddeutschen Kulturtage war eine Abschlussveranstaltung im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg am 19. November. Nach der Eröffnung und einem Grußwort der Landesvorsitzenden Leontine Wacker, moderierte Katharina Martin-Virolainen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Russlanddeutsche Kulturschaffende – Die neue Generation: Zwischen Verantwortungsgefühl und Modernisierung der Kultur“. An der Runde haben Anna Hoffmann, Regisseurin des Films „POKA – Heißt Tschüss auf Russisch“, die Schriftstellerin Eleonora Hummel und Sängerin Helena Goldt teilgenommen. Es folgte eine Lesung mit Eleonora Hummel und Wendelin Mangold, die Auszüge aus ihren Werken vorgestellt haben. Im Abschluss der Veranstaltung gab es ein Konzert mit Helena Goldt und ihrer Band „Sputniki“, die die Russlanddeutschen Kulturtage auch feierlich abgeschlossen haben.  

An dieser Stelle möchten wir uns im Namen der Jugend-LmDR Baden-Württemberg bei allen Kulturschaffenden, allen Helfern, allen Kooperationspartner und allen Besuchern unserer Veranstaltungsreihe ganz herzlich bedanken! Bis zum nächsten Jahr!  

Den gesamten Bericht samt Fotos von den Russlanddeutschen Kulturtagen finden Sie unter:

www.facebook.com/rdktbw 

 

 


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