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Koschyk trifft russlanddeutschen Boxer Jan Meiser: Treffen im Deutschen Bundestag

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB hat im Deutschen Bundestag gemeinsam mit dem in Kasachstan geborene Heinrich Zertik MdB, den russlanddeutschen Profiboxer Jan Meiser getroffen, der als Sechsjähriger mit Mutter, Großmutter und seinem älteren Bruder aus Kasachstan nach Deutschland kam. Begleitet wurde Meiser vom Geschäftsführer der Pollex Box Promotion GmbH, Charlie Podehl.

 

Der 21-jährige Jan Meiser ist Juniorenweltmeister der WBO im Mittelgewicht und ehemaliger zweifacher Junior Weltmeister IBF und GBC Mittelgewicht, deutscher Meister im Mittelgewicht und drei Mal Berliner Meister (Amateur). Meiser boxt seit seinem 9. Lebensjahr. Seit 2014 ist er Profiboxer und hat elf von elf Profikämpfen, davon fünf durch KO-Siege, gewonnen. Vorher hatte er von 25 Amateurkämpfen 23 gewonnen.

Seit einem Jahr engagiert sich der Profiboxer Jan Meiser für junge Schüler der Neuköllner Sonnen-Grundschule, an der sich zurzeit zahlreiche Familien der Grundschüler um Verwandte aus Krisengebieten kümmern, die als Flüchtlinge nach Berlin kommen. Unter dem Motto "Integration durch Sport" spricht die Grundschule mit "Showtrainings" die Kinder aller Klassenstufen an und begeistern sie frühzeitig für den Sport. Meiser hat auch ein Herz für Kollegen: Die komplette Börse seines ersten WM-Fights spendete er für den Krankentransport des Schwergewichtprofis Dennis Boytsov von Berlin in eine Reha-Klinik in Hamburg.

Meiser erklärte, dass ihn sein Weg zum Profiboxer "vor der schiefen Bahn bewahrt hat". Mit wolgadeutschen Wurzeln wuchs der Profiboxer in Berlin-Hellersdorf auf, wo er als 10-jähriger nach dem tragischen Tod seiner Mutter von seinem großen Bruder erzogen wurde.

Die schwierige Kindheit prägte Meiser und er drohte auf die schiefe Bahn zu geraten. Aus diesem Umfeld holte Olaf Pollex, Geschäftsführer der Pollex Box-Promotion GmbH, den talentierten Boxer heraus. Mit einem Managervertrag gab er ihm in der Gemeinschaft seines Boxstalls Struktur, ein geborgenes und professionelles Umfeld und nahm ihn erst unter Vertrag, nachdem er den Gesellenbrief seiner Dachdecker Ausbildung hatte. Meiser selbst sieht sich als Vorbild für Jugendliche und den Boxsport als Alternative zur Straße.

Bundesbeauftragter Koschyk und MdB Zertik dankten Jan Meiser für sein Engagement für die Schüler der Berliner Sonnen-Grundschule Neukölln und wünschten dem jungen russlanddeutschen Boxer auch weiterhin sportlichen Erfolg. Jan Meisers Weg soll Menschen verschiedener Herkunft Mut machen und Ansporn sein, in Deutschland Fuß zu fassen.

 

Quelle: www.aussiedlerbeauftragter.de

 

 


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